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Neuroimmunologie

Ingo Bechmann

Wenn wir uns im Winter ein Virus einfangen, bekommen wir Halsschmerzen. Der Schmerz rührt daher, dass alle infizierten Zellen in der Schleimhaut unseres Halses von sogenannten Killerzellen, einem Sondertyp der Leukozyten, getötet werden. So entsteht für kurze Zeit eine wunde Oberfläche, die schmerzempfindlich ist, aber von am Rande liegenden Deckzellen, die sich teilen können, wieder geschlossen wird. In der Tat ist dies die einzige Möglichkeit, ein Virus dauerhaft loszuwerden: Alle infizierten Zellen müssen sterben!

Im Gehirn wäre dieses Vorgehen tödlich, denn die Nervenzellen können sich nicht mehr teilen, sondern müssen unser ganzes Leben „durchhalten“. Im Laufe der Evolution haben sich deshalb neue Strategien entwickelt, mit Infektion im Gehirn umzugehen, die alle darauf hinauslaufen, lieber ein Virus zu tolerieren und seine Ausbreitung zu verhindern, als alle infizierten Nervenzellen zu opfern.

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